Heuschnupfen: Wenn die Pollen fliegen und die Nase juckt

Hatschi, es naht die Heuschnupfenzeit! Kaum ist der letzte Schnee geschmolzen, da kribbelt es bei manchen Menschen schon wieder in der Nase und die Augen tränen. Im Monat März machen unter anderem die Pollen von Ulmen, Weiden und Birken so manchem Allergiker das Leben schwer.

Keine Frage, der Frühling ist eine tolle Zeit. Viele Menschen genießen die ersten Sonnentage und schwingen sich aufs Rad, um zu beobachten, wie die Natur langsam aus ihrem Winterschlaf erwacht. Die Blumen sprießen und die Zugvögel kommen aus dem Süden zurück.

Für Menschen mit einer Pollenallergie hat der Frühling aber auch seine Schattenseiten. Viele Allergiker leiden unter Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen und Atemproblemen. Ob im Nasenraum oder in den Bronchien: Überall kribbelt es, wenn der Heuschnupfen unbehandelt bleibt.

Weshalb so viele Menschen überhaupt an Pollen leiden, konnte die Wissenschaft noch nicht eindeutig klären. Sicher ist, dass es eine genetische Veranlagung für Allergien gibt. Äußere Einflüsse spielen jedoch ebenfalls eine wichtige Rolle. So sind etwa doppelt so viele Stadt- wie Landkinder von Heuschnupfen betroffen. Wer auf dem Dorf aufwächst und sich häufig in der Natur bewegt, ist folglich im Schnitt besser gegen eine Pollenallergie gewappnet.

Die Auswirkungen des Heuschnupfens sollten nicht unterschätzt werden. Bei anhaltenden Symptomen wie geschwollenen Nasenschleimhäuten, geröteten Augen, Juckreiz auf der Haut oder Kopfschmerzen empfiehlt sich ein Arztbesuch. Bleiben Allergien hingegen unbehandelt oder werden falsch therapiert, kann sich das Problem verschlimmern. Der Körper reagiert dann auch auf andere Stoffe allergisch oder der Patient erkrankt an chronischem Asthma. Weil jeder Allergiker anders auf die Dosis und Kombination von Medikamenten reagiert, empfiehlt es sich auf jeden Fall, die Behandlung mit einem Mediziner abzustimmen.

Hyposensibilisierung hilft
Gegen eine Pollenallergie hilft langfristig eine Immuntherapie. Bei der sogenannten Hyposensibilisierung werden Allergene unter die Haut gespritzt oder über die Mundschleimhaut aufgenommen, damit sich das Immunsystem an die allergieauslösenden Stoffe gewöhnt und so die Symptome gelindert werden. Dabei verabreicht der Arzt das Allergen über Monate hinweg und steigert langsam die Dosis.

Bei mehr als 70 Prozent aller Patienten mit einer Pollenallergie tritt eine deutliche Besserung schon in der ersten Saison nach der Behandlung auf. Die Kosten für eine Hyposensibilisierung werden von den Krankenkassen übernommen. In welchem Umfang eine private Krankenversicherung für die Therapie aufkommt, richtet sich nach dem jeweiligen Tarif. Unter Umständen muss eine Selbstbeteiligung gezahlt werden.

Wem jetzt schon die Augen tränen oder die Nase läuft, der muss sich allerdings noch bis zum Herbst gedulden und zu einem Antihistaminikum oder Nasenspray greifen. Der Beginn einer Hyposensibilisierung empfiehlt sich für Heuschnupfen-Patienten in den frühen Herbstmonaten, wenn kaum noch Pollen fliegen. Ärzte raten davon ab, während der Pollen-Hochsaison mit der Impfung anzufangen.

Bei Gesundheitsfragen Allergien nicht verschweigen
Wer eine private Krankenversicherung abschließt, der sollte bei den Gesundheitsfragen auch Allergien nicht verschweigen. Für kostenrelevante Vorerkrankungen berechnet der Krankenversicherer in der Regel einen Risikozuschlag. Macht der Antragsteller aber falsche Angaben oder verheimlicht eine Krankheit, so ist die Versicherung berechtigt, laut §19 des Versicherungsvertragsgesetzes den Versicherungsschutz zu reduzieren oder den Vertrag nachträglich zu ändern.

Hier gilt: Ehrlich sein und im Notfall beim Anbieter nachfragen! Schließlich kann aus einer Pollen- oder Hausstauballergie eine ernsthafte Asthmaerkrankung resultieren, und deshalb sind die Versicherungen beim Thema Allergien streng. Eine Beratung hilft, den Antrag korrekt und ohne Fehler auszufüllen.

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